„Wann ist Ihr Job erfolgreich?“
Die Frage kam im Finalgespräch. Letzte Runde der Vertragsverhandlung. Für mich ging es um viel. Die Personalentwicklerin saß mir gegenüber, Stift in der Hand, ihr Blick aufmerksam, abwartend.
Ich antwortete: „Meine Arbeit ist erfolgreich, wenn ich überflüssig bin. Wenn ich am Ende nicht mehr gebraucht werde.“
Wir saßen beim Frühstück, das Meer hinterm Haus, ein paar freie Tage vor uns.
Im Raum stand die Frage, welchen Strand wir heute zum Schnorcheln ansteuern. Ich fragte unsere Tochter. Sie war 14 – und damit in genau dem Alter, in dem „Weiß ich nicht“ die Universalantwort auf alles ist.
Im April stand ich im Optikpark Rathenow vor einem Karpfenteich. Überall Holzstege, kreuz und quer, ein Gewirr aus Linien. Mein erster Gedanke: Was für ein Quatsch. Wem nutzt das? Doch die Neugier ließ mich nicht los. Ich wollte verstehen, was sich hinter diesem scheinbaren Chaos verbarg.
Kennen Sie das? Sie bitten Ihr Team um Input – und es kommt… nichts. Einfach Stille.
Mir ist genau das gerade passiert.
Letzte Woche saß ich in einer Zaubershow. Reihe 12, Platz 2. Und ich hatte einen Wunsch: Ich wollte auf die Bühne.
Mein Handy vibrierte, mitten im Workshop. Ich sah seinen Namen auf dem Display und dachte: Das kann nichts Gutes bedeuten. In der Mittagspause rief ich zurück.
die Leipziger Buchmesse – mein Highlight der letzten Woche. Und diesmal ergatterten meine Tochter und ich einen Platz in der #buchbar. Ein Ort wie ein Café, mit einer langen Tafel in der Mitte, an der man sich einfach zu Autor*innen setzen kann.
Freitagmittag, ich war wirklich in Eile und blieb trotzdem wie angewurzelt stehen. Vor mir stand die Antwort auf eine Frage, die mich seit Tagen beschäftigte.
